Google Translate

This website can be translated into various languages using Google Translate. If you select another language, you will be redirected to the Google server and leave the website. Please note that we have no influence on the processing of your data by Google. If you do not want your data to be transmitted to Google, you can close the window by clicking on the "X".

Regionales Bildungszentrum der Berufskollegs im Kreis Höxter (RBZB)

Der Kreis Höxter führt das im Schulversuch von 2021-2025 bewährte Regionale Bildungszentrum der Berufskollegs zur Stärkung der beruflichen Bildung fort und ist damit eine der ersten Kommunen und Städten in NRW, die diesen fortschrittlichen Weg gehen. Das Berufskolleg Kreis Höxter mit seinen Standorten in Brakel und Höxter, das Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg in Warburg und der Kreis Höxter als Schulträger arbeiten daran, ein gemeinsames regionales Bildungszentrum für die berufliche Bildung zu entwickeln.

RBZ_Logo_4CUnser Ziel im Schulversuch war es, im Kreis Höxter die duale Berufsausbildung fit für die Zukunft zu machen und neue Wege zu gehen. Durch die Einführung innovativer Lernszenarien und mehr Digitalisierung erproben wir gemeinsam neue Unterrichtsmodelle und andere Organisationsformen für die Zusammenarbeit.

Die kreisweite Kooperation im RBZB leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Kreises Höxter, um langfristig Ausbildungsplätze – insbesondere in niedrigfrequentierten Klassen – zu halten und das notwendige Fachpersonal für die Wirtschaft zu sichern. 


Lenkungsteam
Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle im Regionalen Bildungszentrum der Berufskollegs im Kreis Höxter übernimmt administrative Aufgaben. Sie ist Bindeglied zwischen dem Lenkungsteam und der operativen Ebene wie den Digitalen Bildungscoaches und den einzelnen Arbeitsgruppen an den Schulen. Birgit Klennert leitet die beim Kreis Höxter angesiedelte Geschäftsstelle.

Im Lenkungsteam als zentralem Steuerungsgremium arbeiten Gabriele Böker, Abteilungsleiterin Schule und Kultur beim Kreis Höxter, Matthias Gehle, Schulleiter des Johann-Conrad-Schlaun Berufskollegs, Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB und Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter eng zusammen. Über Schulgrenzen hinweg fällen wir hier alle wichtigen Entscheidungen und stellen die Weichen für gemeinsame Entwicklung.

Blended Learning

Um die Attraktivität der beruflichen Bildung zu steigern führen wir neue Lehr- und Lernformen ein. Blended Learning oder Distance-Learning stehen für ein didaktisches Konzept, das Online- und Präsenzphasen im Unterricht kombiniert. 
Die Erprobung erfolgt in den zwei Ausbildungsgängen: 

„Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/in“
Der massive Strukturwandel im Einzelhandel lässt seit Jahren die Ausbildungszahlen sinken. Langfristig führt diese Entwicklung zu einem massiven Fachkräftemangel und gefährdet die Nahversorgung im ländlichen Raum. Um diesem Trend zu begegnen, ermöglichen Online-Lernphasen Unterricht über Standortgrenzen hinweg und begegnen individuellen Mobilitätsherausforderungen. Die Umsetzung erfolgt unter der Leitung von StD’in Christiane Ellermann, Abteilungsleiterin Kaufmännische Berufsschule am Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg.

Industriemechanikerin / Industriemechaniker
Der Bildungsgang wird an beiden beteiligten Berufskollegs angeboten. Hinsichtlich der technischen Ausstattung und der einschlägig qualifizierten Lehrkräfte existiert eine unterschiedliche Schwerpunktbildung. Mit Hilfe eines Distance-Learning-Konzeptes erzielen wir Synergieeffekte durch eine engere Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung des Maschinenparks. Durch dieses Vorgehen schließen wir eine Kapazitätslücke in Bezug auf die Anzahl der verfügbaren qualifizierten Lehrkräfte und schonen Ressourcen für die Bereitstellung von technischen Geräten. Die Arbeitsgruppe „Industriemechanik“ leitet StD Gunnar Leiweke, Abteilungsleiter Metalltechnik am Berufskolleg Kreis Höxter.

Digitale Bildungscoaches

Christin Marthiensen, Pia Rostek und Katharina Winkelhahn arbeiten gemeinsam für beide Berufskollegs in der Doppelfunktion als Digitale Bildungscoach und Fachlehrerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern. Sie bieten Sprechstunden zu digitalen Fragen an, entwickeln digitale Selbstlernangebote und verantworten das Coching-Programm LevelUp. Dabei überwinden die digitalen Bildungscoaches die Schulgrenzen: Sie begleiten gemeinsam den schulischen Digitalisierungsprozess an allen drei Standorten und stellen den beteiligten Lehrkräften ihr Know How zur Entwicklung von neuen Lerntools und Arbeitsweisen zur Verfügung. Der Einsatz dieses innovativen Instrumentes ermöglicht im Schulbetrieb eine andere Organisationsform, um die Digitalisierung gewinnbringend voranzutreiben.

Ausbildungsbetriebe und das RBZB (Regionales Berufsbildungszentrum) im Dialog zum „Berufsschultag auf Distanz“

Die Digitalisierung erfordert Innovationen und neue Wege, nicht nur in Betrieben, sondern auch im Berufsschulalltag. Dies wird im Kreis Höxter derzeit v.a. im Rahmen des Schulversuchs RBZB in den Berufskollegs erprobt.

Zu einem Informationsaustausch über Möglichkeiten und Herausforderungen beim digitalen Distanzunterricht trafen sich jetzt Ausbilder, Verantwortliche, Lehrende und Digitale Bildungscoaches im Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in.

Die Fachlehrer und Verantwortlichen aus dem Digitalprojekt im Rahmen des RBZB-Schulversuches gaben Einblicke in die Hintergründe und Vorgehensweisen beim Distanzunterricht. In den letzten Jahren wurden Unterrichtskonzepte, Methoden und Arbeitsweisen schrittweise auf einen integrierten Ansatz umgestellt. Somit werden im RBZB-Unterricht die Vorteile der digitalen Selbstlernmaterialien mit synchronen Präsenz- und Videounterricht verzahnt eingesetzt. Schülerinnen und Schüler können durch bereitgestellte Materialien jederzeit in ihrem Tempo Unterrichtsstoff vor- und nacharbeiten. Im Kontakt mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Digitalen Bildungscoaches sind sie angesprochen und angeleitet.

Gruppe_RBZ_l
Organisatoren des Dialoggespräches: Vorn rechts moderierender Fachlehrer Gunnar Leiweke, hinten links moderierender Fachlehrer Christian Kloidt, vorn links Katharina Winkelhahn, Digitale Bildungscoachin, 2. Reihe links Birgit Klennert, neue Leiterin der Geschäftsstelle RBZB

Ab dem kommenden Schuljahr werden die Neuerungen des Distanzunterrichtes rechtlich für den regulären Unterricht verankert. Mit dem RBZB-Unterricht in Distanz, der aktuell bereits in zwei Ausbildungsgängen der Berufskollegs des Kreises Höxter erprobt wird, erfolgt konsequent ein weiterer Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit beruflicher Ausbildung im Kreis Höxter umgesetzt.

Beim jetzigen offenen Austausch wurden die Knackpunkte und Befürchtungen der ersten Erprobungsphase identifiziert. In einer engen Partnerschaft zwischen Betrieben und Berufskollegs, sollen die Schülerinnen und Schüler in der Umstellung und Eingewöhnung auf neue selbstorganisierte Arbeitsweisen für die zukünftige Arbeitswelt gestützt werden.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die neuen Lernformen eine hohe Selbstorganisation und Disziplin erfordern und als Zukunftskompetenzen wichtige Lernfelder darstellen.

Der Dialog soll schon bald für die Entwicklung weiterer Unterstützungsmaßnahmen fortgeführt werden.

Mit dem RBZB sollen langfristig Ausbildungsplätze und qualifizierte Fachkräfte im Kreis Höxter gesichert werden. Die flexiblen Möglichkeiten des digitalen Unterrichtes sorgen für eine Stabilisierung von Fachklassen in der dualen Ausbildung des Kreises Höxter.

Zukunftsfähig für die digitalisierte Arbeitswelt mit Mentoring-Programm
Prüfung bestanden? Lernerfolg zwischen Selbsteinschätzung, Selbstorganisation und KI

Beim 4. Ausbildungsdialog standen die Wahrnehmungen und Fakten rund um den Prüfungserfolg im Ausbildungsgang Industriemechanik im Fokus. Die Sorge um den Fachkräftemangel und die Hoffnungen, die Ausbilder in ihre „Azubis“ setzen machen deutlich, dass die duale Ausbildung -nicht nur im RBZB Schulversuch- vor Herausforderungen und im Veränderungsprozess stehen. Die Schülersprecher spiegelten, dass auch sie besonders auf den Prüfungserfolg schauen: „Die ge-fühlten Noten in der Theorie waren besser als die echten Noten am Ende waren.“ 

Prüfung KI
Bilder erstellt mit künstlicher Intelligenz, Dall-E 02.04.25

Zu Gast war bei diesem Ausbildungsdialog erstmalig Herr Lumperrda von der IHK. Er zeigte die Tendenzen bei den Prüfungsergebnissen aus den letzten 5 Jahren anhand der veröffentlichten Statistik auf. Auf-fällig ist, dass aktuell jeder 10. die Abschlussprüfung nicht auf Anhieb bestand. Wenn 2019 vor der Pandemie noch 98.8% bestanden ist die Bestehensquote der letzten Jahre kontinuierlich gesunken. Die Schwierigkeiten lägen nicht in der Praxis, sondern in der Theorie. 

Im weiteren Austausch wurde deutlich, dass der Handlungsbedarf sowohl bei den Lerntechniken als auch bei den Prüfungsformen liegt. Auf der einen Seite fällt Einzelnen die Selbstorganisation schwer, auf der anderen Seite sollten Prüfungsformen moderner werden. „In der Praxis wird mehr „Learning bei doing“ und Lösungskompetenz ge-bracht,“ so ein Ausbilder. 

Schulleiter Michael Urhahne sieht die Schwierigkeit, dass der Unter-richt zunehmend kompetenzorientiert stattfindet, doch die Prüfungen noch aus Wissensabfragen bestünden. Auch Herr Lumperda könnte sich zukünftig mehr Aufgaben, der Art „Nutze die KI kritisch, um Thema X zu bearbeiten.“ vorstellen und gleichzeitig sieht er die Herausforde-rung, dass neue Formen auch in der Prüfungssituation funktionieren.

Coaching KI
Bilder erstellt mit künstlicher Intelligenz, Dall-E 02.04.25

Ausbilder, die praktische Prüfungen abnehmen stellen fest, dass im-mer wieder Prüflinge in der Ausbildung nicht alle Inhalte im Betrieb vermittelt bekommen. Hier werden besonders die Überbetriebliche Ausbildung und die Dokumentation mit Ausbildungsplan und Berichts-heft als wichtige Qualitätsfaktoren genannt. 

Beim Ausbildungsdialog machen die Betriebe deutlich, dass sie die digitalen Lernmöglichkeiten einerseits schätzen und andererseits ein grundlegendes Interesse am Ausbildungserfolg ihrer Mitarbeitenden haben. 

Aus den Berufskollegs berichten die Digitalen Bildungscoaches über den Start des Mentoring-Programms „Level up Höxter“. 
Individuelle Lernwege kommen im persönlichen Coaching durch direk-te unterstützende Beziehungen stärker in den Blick und gleichzeitig fördern die Bildungscoaches im Rahmen des RBZB-Unterrichtes den individuellen Lernweg durch Nutzung der Künstlicher Intelligenz. Bil-dungscoach Pia Rostek berichtet über die Möglichkeiten mit ChatGPT auf der datenschutzkonformen Lernplattform eigene Lernwege zu ge-stalten. Im Rahmen des Unterrichtes könnten die Schülerinnen und Schüler die neuen Lernwerkzeuge erproben und zum Selbstlernen nutzen.

Herr Lumperda bestärkt den Weg des Coaching-Weg im RBZB: „Ich habe eben vom Coaching Ansatz gehört. Eine super Sache im Kreis Höxter. Es gibt viele die Bedarf haben.“

„Wir leben in einer komplexen Welt, die Flexibilität und lebenslanges Lernen erfordern“ (Bildungscoach Christin Marthiensen). - Hohe Anforderungen an die Selbstorganisation und eine sich starke wandelnde Arbeitswelt treffen nicht nur beim Distanzunterricht an den Berufskollegs im Kreis Höxter zusammen.

„Wo drückt der Schuh?“ fragten die Schulleiter Matthias Gehle und Michael Urhahne beim Ausbilderdialog am 17.06.24 die Betriebe im Bildungsgang Industriemechanik. Es trafen sich 25 Verantwortliche aus den Betrieben und dem Regionalen Bildungszentrum Berufliche Bildung im Kreis Höxter (RBZB), um miteinander weiter über die Stärkung der Ausbildungspartnerschaft zu sprechen. Digitaler, standortübergreifender Unterricht in Distanz in Kombination mit Präsenzunterricht bietet Chancen und Risiken, die bereits beim Treffen im April in den Fokus genommen wurden.

Work_3
Selbstorganisation ist Bestandteil des Fachunterrichtes im RBZB

Jetzt präsentierten die Fachlehrer und digitalen Bildungscoaches Lösungsansätze zu den Erfahrungen und Rückmeldungen. Sie hatten zuvor Vorschläge und Maßnahmen für das weitere Vorgehen erarbeitet.

Die Anwesenden begrüßten besonders die Maßnahmen, die Selbstdisziplin und Selbstorganisation fördern.

Für kommenden Schuljahr plant die AG Industriemechanik ein Mentoring-Programm, dass im Rahmen des RBZB-Unterrichts eingeführt und überprüft wird. Diese Entwicklung wird in enger Abstimmung mit Betroffenen und Beteiligten durchgeführt. Das RBZB organisiert dazu im neuen Schuljahr einen Design-Workshop, um zu diesem innovativen Angebot einen passenden Anforderungskatalog zu erstellen, mögliche Konzeptansätze zu diskutieren und erste Richtungsentscheidungen und Empfehlungen zu beraten.

Neu an diesem Vorgehen ist, dass das RBZB Höxter sowohl Schülerinnen und Schüler, Ausbilder und Ausbilderinnen, Lehrerinnen und Lehrer, digitale Bildungscoaches und Experten gemeinsam in die Erarbeitung bringt. Birgit Klennert aus der Geschäftsstelle des RBZBs wird den Prozess moderieren. Die digitalen Bildungscoaches (K. Winkelhahn, Ch. Marthiensen, und P. Rostek) werden im Vorfeld wissenschaftliche Modelle, Fachkonzepte und Best Practise-Beispiele sichten und für den Workshop aufarbeiten. So erhalten die Beteiligten in kurzer Zeit ein umfassendes Bild für erste Richtungsentscheidungen. Auf dieser Grundlage soll zeitnah in die Umsetzung folgen, damit bis Sommer 2025 fundierte Erfahrungen vorliegen.

Aus dem jetzigen Ausbildungsdialog gingen die Vertreter der Betriebe mit positiver Spannung heraus: „Bauchschmerzen zu den Herausforderungen des digitalen Lernens haben alle!“, so Unternehmer Peter Gronemeyer, „Weiter so wie bisher ist der falsche Weg. Ziel ist es, dass digitaler Unterricht und Distanztage einen vollen Mehrwert für die Arbeitswelt schaffen. – Mentoring ist da ein guter Ansatz!“.

„Bei der Firma HEGLA haben wir gute Erfahrungen mit der Bereitstellung von Raum und Laptop im Betrieb am Distanztag gemacht.“ Ausbilder Michael Pieper betont das gute Feedback der Auszubildenden, weil das Engagement des Betriebes die Ablenkung durch Privates ausschließt und sie sich professioneller erleben.

Aus Sicht der Betriebe gibt es großen Zuspruch zu klaren Vereinbarungen: „Wir hören von den Azubis, dass es immer die Gleichen sind bei denen es nicht funktioniert. Wir wünschen uns, dass Sie solche Störungen -auch bei uns Ausbildern- zeitnah ansprechen und Konsequenzen spürbar folgen.“

„Wenn das digitale Lernen auf Distanz funktioniert, profitieren doch alle.“ Ausbilder Ulrich Hoffmeister von FSB: „Online-Fortbildungen bekommen im Betrieb eine größere Bedeutung, Neuerungen müssen selbstständig angeeignet werden. Da ist es sinnvoll, wenn rechtzeitig der Umgang mit digitalen Schwierigkeiten gelernt wird.“

Selbstorganisation ist eine Zumutung, die ermutigen soll die Welt zu gestalten. Abteilungsleiter Gunnar Leiweke schließt die Veranstaltung mit Zuversicht: „Wenn wir uns heute manchmal noch im unhappy learning erkennen, bin ich zuversichtlich, dass wir es eines Tages als happy learning bezeichnen!“

Der Ausbilderdialog wird im Herbst fortgesetzt. 


+++Zur Pressemitteilung: Erstes ZukunftsForum Berufliche Bildung im BildungsCampus Handwerk+++

Zusammenarbeit und kollegialer Austausch als großer Mehrwert: RBZB Kreis Höxter zieht Zwischenbilanz

Als im Februar 2021 das Startsignal vom Ministerium für das Regionale Bildungszentrum Berufliche Bildung im Kreis Höxter kam standen nur einige Grundideen und vage Eckpunkte. Es galt neue Formen der Kooperation und des Unterrichtes für beide Berufskollegs (Johann-Corand-Schlaun Berufskolleg, Warburg und das Berufskolleg Kreis Höxter, Brakel und Höxter) zu entwickeln und etablieren.

Gruppenbild RBZB

Im fünften und letzten Jahr des Schulversuches des Landes NRW konnten jetzt die beteiligten Lehrkräfte und Bildungscoaches für digitalisiertes Lernen mit dem Lenkungsteam bei ihrer Tagung im Glascube, Bad Dirburg-Herste eine positive Bilanz ziehen.

Blended Learning -wie im Schulversuch in den Bildungsgängen Industriemechanik und Einzelhandel verprobt- ist mittlerweile im Unterrichtsrahmen integriert. Mit neuer Technologie – wie zuletzt durch den Ausbau von digitalen Klassenräumen mit Mitteln des Digitalpaktes durch den Kreis Höxter umgesetzt- und der Unterrichtsroutine ist Sicherheit im Umgang mit digitalen Unterrichtsformen entstanden.

Gruppenbild IM
Ausbildungsgang Industriemechanik mit Bildungscoaches. (Auf den Bildern fehlen Gabriele Böker, Lenkungsteam/ Katharina Winkelhan, Bildungscoach)


Durch die Kooperation entstanden qualitative Mehrwerte: „Wir nutzen die Ausstattungen und Konzepte beider Berufskollegs. Und wir haben aus all den Möglichkeiten immer die Besten für unseren gemeinsamen Unterricht ausgewählt.“

Besondere Lichtblicke entstanden durch die Möglichkeit mit Coaching Schülerinnen und Schüler zu stützen und schulnahe Unterrichtsentwicklung im Kollegium zu praktizieren. Die Lehrkräfte fühlen sich in guter Weise durch die Bildungscoaches unterstützt z.B. bei Kick off-Tagen, durch Selbstlernmaterialen und Fortbildungen. 

Die schulweiten Digitalen Wochen sind zum praktischen Lern-Booster für alle Beteiligten geworden. Die anfängliche Skepsis und Ablehnung haben sich weitestgehend gelegt. So finden die neuen -digitalen- Arbeitsformen immer mehr Akzeptanz und Wertschätzung.
Einen entscheidenden Unterschied konnten die Lehrkräfte bei der Projektarbeit im RBZB mit der Wiederbesetzung der Projektleitung in der Geschäftsstelle feststellen. Mit der Unterstützung durch Organisation und Moderation von Veranstaltungen und Arbeitstreffen hat das Projekt 2024/25 deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Aktivitäten und Anliegen konnten gebündelt und erfolgreich bewältigt werden. Insbesondere der Austausch mit den Betrieben und das Mentoring-Programm werden positiv bewertet. 

Gruppenbild EZH
Ausbildungsgang Einzelhandel mit Bildungscoaches. (Auf den Bildern fehlen Gabriele Böker, Lenkungsteam/ Katharina Winkelhan, Bildungscoach)

Matthias Gehle, Michael Urhahne und Birgit Klennert gaben einen Ausblick auf die erwünschte Fortführung des RBZB Kreis Höxters. Der kommende Erlass des Landes NRW stellt die Weichen für die Fortsetzung und personelle Ressourcen für die Schulentwicklung könnten zur Verfügung stehen.
Das RBZB zielt auf größere, regionale Gestaltungsfreiräume und ermöglicht Anpassungen an die Bedarfe im Kreis Höxter. Das Lenkungsteam setzt dabei auf eine zukunftsorientierte Bildungsstrategie, will intelligente Lösungen für Herausforderungen im Kreis Höxter schaffen und Innovationspotenziale heben. Weiter positioniert sich das RBZB als attraktiver Bildungsstandort zur Sicherung und Förderung des langfristigen Fachkräftepotenzials und möchte als Stimme der beruflichen Bildung im Kreis Höxter sowie als Motor für Unterrichts-,  Organisations- und Personalentwicklung wirken.

Am 06.05.25 findet erstmalig das ZukunftsForum Berufliche Bildung als neues Format im BildungsCampus Handwerk Brakel statt. Unter dem Titel „Berufliche Bildung – Innovationsschmiede für Talente?“ sollen Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalerinnen und Personaler sowie Schülerinnen und Schüler angesprochen werden nach einem inspirierenden Impulsvortrag über regionale Nachwuchsentwicklung und Innovation in den Dialog zu gehen. Für das RBZB erhofft sich das Lenkungsteam Impulse und Resonanz für regionale Bildungsinitiativen. 
Die Schulleiter freuen sich über die neu gewonnen Möglichkeiten „Und am Ende stehen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Sie sollen für ihren Lebensweg profitieren.“

Video mit einem Rückblick zum Gewinn des Schulversuches von 2021-2025

Für die landesweite Abschlussveranstaltung des Ministeriums für Schule und Bildung in Nordrheinwestfalen entstand folgendes Video mit einem Rückblick zum Gewinn des Schulversuches von 2021-2025 im Kreis Höxter:

Ansprechpartner

Frau B. Klennert
Schule und Kultur

Moltkestraße 12
37671 Höxter

Öffnungszeiten

Nach Vereinbarung